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Philippinische Zigarren – aromatisch und sanft zugleich

Philippinische Zigarren sind lange nicht so bekannt wie ihre Verwandten aus der Dominikanischen Republik, Kuba oder Nicaragua. Und doch haben sie einen aromatisch sanften Geschmack. Ihre Geschichte reicht weit zurück und kann durchaus als turbulent bezeichnet werden. Während philippinische Zigarren noch im 19. Jahrhundert bei den Spaniern neben den kubanischen Zigarren als die Besten der Welt galten, wurde ihre Produktion durch den amerikanisch-spanischen Krieg unterbrochen. Bis 1898 standen die Philippinen unter spanischer Herrschaft. Diese endete mit der philippinischen Revolution. Doch bis dahin wurde der Inselstaat sehr von der spanischen Kolonialmacht geprägt. Erst 1973, fast 80 Jahre später, wurde Spanisch als Amtssprache auf den letzten Inseln abgeschafft. Lange Zeit war Spanisch die Sprache der Oberschicht und auch an den Universitäten wurde in dieser Sprache unterrichtet. 1901 wurden die Philippinen englische Kolonie.

Cagayan Valley bietet hervorragende Bedingungen

Bereits Ende des 16. Jahrhundert brachten spanische Siedler kubanisches Saatgut auf die philippinischen Inseln. Durch das perfekte Klima hofften sie auf eine gute Ernte und schmackhaften Tabak. Auch die Bodenverhältnisse stellten sich als äußerst geeignet für den Tabakanbau heraus. In Spanien waren philippinische Zigarren von da an ähnlich beliebt wie die Kubaner und fanden reißenden Absatz. Besonders in der Region Cagayan Valley in der Provinz Isabela wird aufgrund der äußerst idealen Bedingungen noch heute Tabak angebaut. Sie liegt im Nordosten der Insel Luzon. Neben dem Reisanbau sind die großen Tabakplantagen der Hauptwirtschaftszweig der Region. Geschmacklich und handwerklich sind philippinische Zigarren definitiv hochwertig und einen Versuch wert.

Leidenschaft erweckt philippinische Zigarren wieder zum Leben

Erst 1995 wurde die langjährige Tradition der Zigarrenherstellung  wieder aufgenommen. Robert Kuck erinnerte sich an die glorreichen Zeiten und nahm die Produktion wieder auf. Er selbst war großer Zigarrenfreund und erfüllte sich so einen langjährigen Traum. Der Malaie chinesischer Abstammung hatte sein Vermögen bereits mit der Gründung einer asiatischen Luxushotelkette gemacht und wollte nun zusammen mit einem zweiten Investor seine Leidenschaft ausleben. Als zweite Stütze des spannenden Projektes ist Roberto Ongpin zu nennen. Er ist einer der reichsten Philippinos und war unter Diktator Marco Wirtschaftsminister. Heute ist er nicht nur Teilhaber des Zigarrenunternehmens sondern auch der Biermarke San Miguell. Die mittelkräftigen philippinischen Zigarren gibt es sowohl als Short- als auch Longfiller. Sie sind durch ihren nicht zu kräftigen Geschmack und das gute Preis-/Leistungsverhältnis ideal als Zigarre für jeden Tag geeignet. Bekannte philippinische Marken sind Independencia 1898 und Flor de Filipinas.