Filtern nach
Alle Filter anzeigen Weniger Filter anzeigen

1 Artikel

1 Artikel

Mehr Vielfalt dank Mixture Tabak

Die große Vielfalt an Pfeifentabaken ergibt sich nicht nur durch die zahlreichen Anbaugebiete, Rohtabaksorten und die große Bandbreite unterschiedlich kombinierter Verarbeitungsschritte. Das dem Pfeifenraucher eine so große Auswahl an Tabaken zur Verfügung steht, hängt vor allem damit zusammen, dass sich durch die Kombination verschiedener Tabaksorten und -schnitte nahezu unzählige neue Geschmackskompositionen kreieren lassen. Für den perfekten Pfeifengenuss sind somit nicht nur Qualität und Verarbeitung des Rohtabaks von Bedeutung, sondern auch die Art der Mischung. Bei einer großen Anzahl der heute vertriebenen Pfeifentabake handelt es sich um eben diese Tabakmischungen – so genannte Mixture Tabake. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass einem Grundtabak – dem Tabak, der den prozentual höchsten Anteil der Mischung ausmacht – weitere Würztabake beigemischt werden, die den Geschmack verfeinern und die Gesamtkomposition abrunden sollen.

Die Mischung macht‘s

Bei Pfeifentabaken kommt es vor allem auf die Mischung an. Die Basis eines jeden Mixture Tabaks stellt in der Regel ein guter Virginia oder der mild-süßliche Cavendish Tabak dar. Als Würztabake kommen Latakia, Burley, Perique oder seltene Orient-Tabake zum Einsatz. Zum Teil werden auch tabakfremde Aromen hinzugegeben. Neben der Kombination verschiedener Tabaksorten zeichnet sich Mixture Tabak zudem durch eine Mischung unterschiedlicher Tabakschnitte bzw. Pressungen aus. Der Tabakschnitt (Cut) bezieht sich dabei auf die Verarbeitung des Rohtabaks. Neben dem grundsätzlichen Erhitzen sind vor allem Fermentation- und Reifungsprozesse, der Grad der Pressung und eine etwaige Aromatisierung ausschlaggebend für den individuellen Geschmack eines Tabakschnitts. Die Große Aromavielfalt liegt letztlich in der Kombination verschiedener Tabakschnitte begründet. Mitunter werden bis zu dreißig verschiedene Schnitte und Sorten für eine exklusive Mischung verwendet. Viele Pfeifenliebhaber schwören zudem auf ihre eigenen, ganz persönlich ersonnenen Tabakmischungen.

Typen von Tabakmischungen

Häufig wird die Machart eines Pfeifentabaks durch eine Länderbezeichnung ausgewiesen. Diese muss nicht zwangsläufig mit dem Herstellungsland übereinstimmen, vielmehr beziehen sich Länderbezeichnungen wie „amerikanisch“, „dänisch“ oder „englisch“ auf den Verarbeitungsprozess des Tabaks. Als „Dänisch“ oder „Amerikanisch“ wird Mixture Tabak bezeichnet, wenn er nur leicht aromatisiert ist. Der auch bei Nichtrauchern als typisch geltende Pfeifengeruch stammt meist von „dänischen“ Mischungen. Als gänzlich unaromatisierte Tabake gelten „englische“ Tabake, die in der Regel aufgrund einer Mischung aus Virginia, Latakia und orientalischem Tabak ein angenehm rauchig-erdiges Aroma aufweisen, das nah an den Geschmack einer Zigarre herankommt. Ohne Länderbezeichnung auskommen müssen all jene neuartigen Mixture Tabake, die mit künstlichen Fruchtaromen wie zum Beispiel Kirsche oder Vanille versetzt sind und sich seit den 90er Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen. Der eigentliche Tabakgeschmack tritt bei diesen Tabaken jedoch eher in den Hintergrund.