Macanudo Zigarren
Macanudo steht seit 1971 für ein helles Connecticut-Deckblatt und wird seit Oktober 2000 in der Dominikanischen Republik von Hand gefertigt. Auf dieser Seite tragen knapp 70 Zigarren denselben Namen – und unterscheiden sich deutlich in Deckblatt, Einlage und Format. Weiterlesen: alles über Macanudo Zigarren
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- Herkunft Verschiedene Länder
- Rauchdauer 45 bis 60 Min
- Format Sampler
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 60 bis 90 Min
- Format Torbusto
- Deckblattherkunft Connecticut River Valley
- Einlage Dominikanische Republik, Mexiko
- Aroma Erdig, Leder, Nuss, Pfeffer, Süß
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Format Gran Corona
- Deckblattherkunft Connecticut River Valley
- Einlage Dominikanische Republik, Mexiko
- Aroma Erdig, Leder, Nuss, Pfeffer, Süß
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Format Toro
- Deckblattherkunft USA
- Einlage Nicaragua
- Aroma Cremig, Gewürze, Kaffee, Kakao, Nuss, Zartbitter
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 60 bis 90 Min
- Format Churchill
- Deckblattherkunft Ecuador
- Einlage Brasilien, Dominikanische Republik, Nicaragua
- Aroma Johannisbeere, Nuss, Röstaromen, Vanille, Zedernholz
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 45 bis 60 Min
- Format Rothschild
- Deckblattherkunft Connecticut River Valley
- Einlage Dominikanische Republik, Mexiko
- Aroma Cremig, Erdig, Kaffee, Leder, Nuss, Schokolade, Süß
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 45 bis 60 Min
- Format Robusto
- Deckblattherkunft USA
- Einlage Dominikanische Republik, Kolumbien, Nicaragua, Spanien
- Aroma Kaffee, Karamell, Mandel, Zedernholz
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Format Robusto
- Deckblattherkunft Brasilien
- Einlage Kolumbien, Nicaragua
- Aroma Cremig, Erdig, Holz, Pfeffer, Schokolade, Süß
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Format Gran Corona
- Deckblattherkunft Connecticut River Valley
- Einlage Dominikanische Republik, Mexiko
- Aroma Erdig, Holz, Kaffee, Nuss, Pfeffer
- Form Rund
- Herkunft Nicaragua
- Rauchdauer 45 bis 60 Min
- Format Robusto
- Deckblattherkunft Ecuador
- Einlage Nicaragua
- Aroma Gewürze, Pfeffer, Süß
- Form Boxpressed
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 60 bis 90 Min
- Format Torpedo
- Deckblattherkunft USA
- Einlage Dominikanische Republik, Honduras, Nicaragua
- Aroma Cremig, Vanille, Zedernholz
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Format Toro
- Deckblattherkunft Brasilien
- Einlage Kolumbien, Nicaragua
- Aroma Cremig, Erdig, Holz, Pfeffer, Schokolade, Süß
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 60 bis 90 Min
- Format Perfecto
- Deckblattherkunft USA
- Einlage Dominikanische Republik, Kolumbien, Nicaragua, Spanien
- Aroma Kaffee, Karamell, Mandel, Zedernholz
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 60 bis 90 Min
- Format Toro
- Deckblattherkunft Mexico
- Einlage Dominikanische Republik, Kolumbien
- Aroma Cremig, Erdig, Pfeffer
- Form Rund
- Herkunft Honduras
- Rauchdauer 60 bis 90 Min
- Format Gigante
- Deckblattherkunft Honduras
- Einlage Dominikanische Republik, Honduras, Nicaragua
- Aroma Cremig, Kaffee, Leder, Süß, Zedernholz
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 20 bis 45 Min
- Format Short Panetela
- Deckblattherkunft Connecticut River Valley
- Einlage Dominikanische Republik, Mexiko
- Aroma Erdig, Holz, Kaffee, Nuss, Pfeffer
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 20 bis 45 Min
- Format Short Panetela
- Deckblattherkunft Connecticut River Valley
- Einlage Dominikanische Republik, Mexiko
- Aroma Erdig, Leder, Nuss, Pfeffer, Schokolade
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Format Robusto
- Deckblattherkunft USA
- Einlage Nicaragua
- Aroma Cremig, Gewürze, Kaffee, Kakao, Nuss, Zartbitter
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Rauchdauer 20 bis 45 Min
- Format Cigarillo
- Deckblattherkunft Connecticut River Valley
- Einlage Dominikanische Republik, Mexiko
- Aroma Holz, Nuss, Süß
- Form Rund
- Herkunft Dominikanische Republik
- Format Gran Corona
- Deckblattherkunft Connecticut River Valley
- Einlage Dominikanische Republik, Mexiko
- Aroma Erdig, Leder, Nuss, Pfeffer, Süß
- Form Rund
Macanudo: eine Marke, knapp 70 Auslegungen
Anfang der 1990er-Jahre war Macanudo die meistverkaufte Premium-Zigarrenmarke der USA. Heute reicht das Spektrum von der milden, hellen Ursprungslinie bis zu kräftigeren Editionen mit Deckblättern aus Ecuador, Mexiko oder Honduras. Die Konstante dieser Seite ist die Marke, nicht ein Format oder eine Herkunft. Der Blick richtet sich deshalb auf das, was innerhalb der einen Marke variiert: Linien, Tabakherkünfte, Deckblätter und Formate – und darauf, woran Sie diese Unterschiede erkennen.
Von Guatemala nach Santiago de los Caballeros: die Geschichte der Marke
Eine Nischenmarke wird zur meistverkauften Zigarre Amerikas
Bevor es die heutige Marke gab, gab es nur einen Namen: „Macanudo" bezeichnete ursprünglich eine kleine, in Guatemala gefertigte Zigarrenlinie für den britischen Markt, die später an die jamaikanische Manufaktur Temple Hall überging. 1969 erwarb die amerikanische General Cigar Company die Temple-Hall-Fabrik in Kingston und sicherte sich damit die Rechte an dem bis dahin wenig bekannten Namen. Der Käufer hatte deutsche Wurzeln, die bis 1848 zurückreichen: Damals kam der Auswanderer Ferdinand Kullmann als Weinhändler in die USA und verlegte sich dort zunehmend auf den Tabakhandel. Als eigenständiges Unternehmen wurde General Cigar 1906 gegründet; 1961 übernahm eine Investorengruppe unter Edgar Cullman den Konzern für rund 25 Millionen US-Dollar. Unter der Familie Cullman entstand Macanudo wenig später neu.
1971 brachte Ramón Cifuentes, zuvor Zigarrenmacher in Kuba, eine neu komponierte Macanudo auf den Markt: einen Blend aus dominikanischem, jamaikanischem und mexikanischem Tabak unter einem bis zu drei Jahre gelagerten Connecticut-Deckblatt. Mit diesem Neustart wurde aus der Nischenmarke für den britischen Markt bis Anfang der 1990er-Jahre die meistverkaufte Premium-Zigarre der USA.
Handarbeit in der Dominikanischen Republik
Auf Jamaika folgte die Dominikanische Republik. Nach der kubanischen Revolution 1959 hatte die Muttergesellschaft ihre Fertigung zunächst nach Jamaika verlagert, und in der Temple-Hall-Fabrik in Kingston entstand auch die neue Macanudo, von Hand gerollt. Im Oktober 2000, rund drei Jahrzehnte nach dem Neustart, zog die Produktion nach Santiago de los Caballeros um. Dort fertigen erfahrene Torcedores die Zigarren bis heute ausschließlich als handgerollte Longfiller – „Totalmente a Mano". Seit 2014 ist Macanudo zudem offizieller Zigarrenpartner der Cigar Smoking World Championship; die Partnerschaft ist auf 15 Jahre angelegt.
Fünf Dinge, die „Macanudo Inspirado Jamao Toro" über die Inspirado-Linie sagt
Die spanischsprachige Ausgabe von Halfwheel hat unter dem Titel „Macanudo Inspirado Jamao Toro" eine einzelne Variante der Inspirado-Familie im Detail nachgezeichnet. Fünf Punkte daraus:
- Drei Gruppen, sechs Gesichter. Der Artikel gliedert das Macanudo-Portfolio in drei Gruppen – die Legacy Series, „M de Macanudo" und die Inspirado-Linie. Inspirado allein zählt demnach sechs Varianten: White, Orange, Green, Black, Red und Jamao.
- Ein Name aus zwei Herkünften. „Jamao" setzt sich aus dem honduranischen Jamastrán-Tal und der Region Mao im Nordwesten der Dominikanischen Republik zusammen – den beiden Herkünften, die in dieser Variante aufeinandertreffen.
- Ein Deckblatt eigens gezüchtet. General Cigar verpflanzte Tabaksamen aus dem Jamastrán-Tal in die Region Mao und zog sie dort unter Schattennetzen heran, um ein komplett neues Deckblatt zu entwickeln. Gefertigt wird die Zigarre in der Fabrik Cigarro General Dominicana.
- Vorgestellt im Sommer 2022. Der Macanudo Inspirado Jamao Toro wurde am 5. Juli 2022 vorgestellt, mit einer Gesamtproduktion von 46.000 Zigarren. Sein Deckblatt stammt aus der Dominikanischen Republik, das Umblatt aus Honduras, die Einlage aus Dominikanischer Republik, Honduras und Nicaragua.
- Zwei Formate zur Wahl. Der Jamao ist als Toro (5¾ Zoll bei Ringmaß 52) und als Churchill (7 Zoll bei Ringmaß 49) angelegt.
Quelle: es.halfwheel.com: „Macanudo Inspirado Jamao Toro“
Die Linien: von der Inspirado-Familie bis zu den neuen Editionen
Die Inspirado-Familie
Der Jamao ist nur ein Mitglied der Inspirado-Familie – jener Linie, die im Sortiment am breitesten vertreten ist. Hinter jeder ihrer Farben steht ein eigener Blend. Inspirado White kombiniert ein Ecuador-Connecticut-Deckblatt mit einem indonesischen Umblatt und einer gereiften Einlage aus nicaraguanischem Jalapa- und Estelí- sowie mexikanischem San-Andrés-Tabak – hell im Auftritt, in der Mischung vielschichtiger, als der Name vermuten lässt. Inspirado Red geht in die Gegenrichtung: ecuadorianisches Deckblatt, nicaraguanisches Umblatt aus dem Jalapa-Tal, zwölf Jahre gereift, dazu eine fünf Jahre gereifte Einlage aus Estelí. Inspirado Orange setzt auf ein schattengewachsenes Olancho-San-Augustin-Deckblatt aus Honduras, ein Jamastrán-Umblatt und eine Einlage aus honduranischem, nicaraguanischem und dominikanischem Tabak. Inspirado Black trägt dagegen ein dunkles Connecticut-Deckblatt, Inspirado Green rundet die Reihe ab. Zusammen zeigen die Farben, wie unterschiedlich Zigarren derselben Linie schmecken können, obwohl sie denselben Vornamen tragen.
Cigar Journal wählte die Inspirado Black 2016 auf Platz 17 der besten Zigarren des Jahres und nominierte sie zugleich für die Cigar Trophy in der Kategorie Best Value.
Maduro, Connecticut und die jüngeren Editionen
Die zweite tragende Säule ist Maduro: ein dunkles Connecticut-Broadleaf-Deckblatt über einer Einlage mit dominikanischem und mexikanischem Tabak, würziger im Aroma als die helleren Linien. Daneben führt Cigarmaxx die eigenständige Connecticut-Serie, bei der ein dreifach fermentiertes US-Deckblatt auf ein San-Andrés-Umblatt und dominikanische Einlage trifft. Im Sortiment steht Maduro mit fünf Produkten als einzelne Serie vorn, Inspirado White und Connecticut folgen mit je drei. Zu den jüngeren Editionen zählen die French Oak Barrel Aged Churchill und die Emissary España in den Formaten Perfecto und Robusto. Aus derselben Reihe stellte Macanudo im September 2024 eine limitierte Emissary España Torpedo vor, im März 2025 folgte eine Emissary mit französischem Tabak. Solche Sondereditionen tragen eigene Merkmale: Einige Zigarren stehen für zusätzlich gelagerten Tabak („aged"), andere sind limitierte Auflagen („limited"); eine Zigarre vereint beides.
Neben den Neuheiten steht eine lange Namensliste aus der Firmengeschichte: die milde Ursprungslinie Café mit ihrem hellen Connecticut-Shade-Deckblatt, die als kräftiger beschriebene 1968-Linie, Gold Label und mehrere nummerierte Vintage-Jahrgänge zwischen 1997 und 2010. Die Liste zeigt, wie oft Macanudo im Lauf der Jahrzehnte neue Editionen aufgelegt hat, ohne ältere Namen ganz verschwinden zu lassen. Sogar eine „Selección Alemana" trug einmal den Markennamen – dem Namen nach eine Auswahl für den deutschen Markt.
Herkunft: wo der Tabak für Macanudo wächst
So vielfältig die Namen, so konzentriert die Herkunft: Bei knapp 20 der Zigarren mit Herkunftsangabe ist die Dominikanische Republik genannt, mit großem Abstand vor Honduras (fünf) und Nicaragua (zwei). Das passt zur Firmengeschichte, denn seit Oktober 2000 ist das Land nicht nur Tabaklieferant, sondern auch Fertigungsstandort. Den Tabak selbst bezieht Macanudo aus mehreren Ländern, vor allem aus der Dominikanischen Republik, Mexiko, den USA, Brasilien, Ecuador, Honduras und Nicaragua.
„Herkunft Dominikanische Republik" bedeutet deshalb nicht automatisch einen Puro aus rein dominikanischem Tabak. Rafael Almonte, Direktor des dominikanischen Tabakinstituts Intabaco, beziffert den Anteil heimischen Tabaks in einer durchschnittlichen dominikanischen Zigarre auf rund 70 Prozent; der Rest kommt unter anderem aus Honduras, Nicaragua, Ecuador, Mexiko, den USA, Brasilien, Indonesien und Kamerun. Das Sortiment zeigt dasselbe Bild: Die häufigste Einlage verbindet dominikanischen mit mexikanischem Tabak, und die meisten übrigen Kombinationen mischen ebenfalls mehrere Länder. Dominikanischer Tabak selbst wächst in 15 Provinzen, von Montecristi bis Espaillat, und fermentiert nach der Ernte rund zweieinhalb Jahre in kontrolliert gestapelten Haufen, den Pilones.
Nicaragua steckt in der Einlage meist in Mischungen und nur bei vier Zigarren allein; Honduras erscheint dort nur in einer Drei-Länder-Mischung. Noch deutlicher gilt das für Mexiko: Es kommt vor allem als Beimischung in Einlage und Umblatt vor – etwa in der Einlage der Inspirado White. Was eine Macanudo im Einzelnen ausmacht, zeigt deshalb erst der Blick auf ihre drei Tabakschichten.
Deckblatt, Umblatt und Einlage: die Rezeptur dahinter
Den Unterschied zwischen zwei Macanudo sieht man zuerst am Deckblatt. Bei seiner Herkunft liegt das Connecticut River Valley in den USA mit neun Nennungen vorn, gefolgt von Ecuador (sechs) und den USA ohne nähere Regionsangabe (fünf); Honduras und Brasilien kommen auf je zwei Nennungen, Mexiko auf nur eine Nennung. Innerhalb der Deckblätter unterscheidet das Sortiment zusätzlich nach Tabaksorte: Connecticut Broadleaf Maduro kommt auf acht Nennungen, knapp vor dem helleren Connecticut Shade mit sieben – die beiden Pole, zwischen denen sich der Großteil der Linien bewegt. Der Name Connecticut allein verrät die Farbe also nicht; entscheidend ist die Sorte. Kleinere Gruppen bilden brasilianisches Arapiraca-Deckblatt und das hellere Broadleaf Claro mit je zwei Produkten.
Beim Umblatt führt Mexiko mit neun Nennungen vor Indonesien mit fünf, ein weiterer Beleg für Mexikos Rolle als Beimischung; dahinter folgen Nicaragua und Honduras mit je vier sowie Ecuador mit zwei. Das indonesische Umblatt steckt etwa in der Inspirado White, unter ihrem Ecuador-Connecticut-Deckblatt. In der Einlage führt die Kombination aus dominikanischem und mexikanischem Tabak mit neun Nennungen, vor einer reinen Nicaragua-Einlage mit vier; je dreimal erscheinen die Mischung aus Mexiko und Nicaragua sowie die Drei-Länder-Mischung aus Dominikanischer Republik, Honduras und Nicaragua.
Zur Rezeptur gehört neben der Herkunft die Zeit. Schon der Blend von 1971 lag unter einem bis zu drei Jahre gelagerten Connecticut-Deckblatt; bei Inspirado Red reift das nicaraguanische Umblatt zwölf Jahre, die Einlage aus Estelí fünf. Lagerzeit ist bei Macanudo damit ebenso Teil der Rezeptur wie die Herkunftsländer selbst. Das Ergebnis beschreiben die Aromaangaben des Sortiments: Einzelne Noten kehren regelmäßig wieder, Erdiges, Pfeffer und Süße bei knapp 15 Produkten, Nuss und Cremiges bei zwölf, Kaffee bei elf, Zedernholz bei neun. Als ganze Kombination kommt dagegen keine Mischung häufiger als dreimal vor.
Format, Rauchdauer und Verpackung
In den Formatnamen klingt die britische Vergangenheit der Marke bis heute nach: Etliche Vitolen heißen Hyde Park, Baron de Rothschild, Duke of Devon oder Prince Philip – ein Echo der Zeit, als Macanudo bei Temple Hall in Jamaika vor allem für den britischen Markt gerollt wurde. Hinter den Namen stehen konkrete Maße: Der Hyde Park der Café-Linie misst 5½ Zoll bei Ringmaß 49, ein Corona-Gorda-Format; der Portofino kommt auf 7 Zoll bei Ringmaß 34, ein Lonsdale-Format. Über das Deckblatt sagt der Formatname dagegen nichts, denn dieselben Namen tauchen in helleren wie in dunkleren Linien auf – ob ein Hyde Park hell oder dunkel ausfällt, zeigt erst der Linienname davor.
Unter den Formatangaben führt Robusto mit sechs Nennungen, gefolgt von Toro mit fünf und Gran Corona mit vier. Dazu kommen kurze Formate wie Short Panetela (zwei) und Rothschild, Mehrfachpackungen wie der Inspirado-Robusto-Sampler, lange Formate wie Churchill (zwei) sowie die figurierten Formen Torpedo und Perfecto mit je einer Nennung. Die Ringmaße reichen von 32 bei den kleinen Club-Cigarillos bis 60 bei den Gigante-Vitolen.
Bei der Rauchdauer liegt der Schwerpunkt in der Mitte: Gut ein Dutzend Produkte sind mit 45 bis 90 Minuten angegeben, sechs mit 60 bis 90 Minuten, je vier mit 45 bis 60 und mit 20 bis 45 Minuten. Für die meisten Macanudo sollten Sie also eine Dreiviertelstunde bis anderthalb Stunden einplanen. Die Aromastärke wird getrennt von der allgemeinen Kraft der Zigarre erfasst: Hier überwiegt „medium-aromatisch" mit elf Nennungen knapp vor „medium-kräftig" mit zehn, mildere Einstufungen wie „mild-aromatisch" (vier) und „sehr mild" (einmal) kommen nur vereinzelt vor. Bei der allgemeinen Stärke ist „medium" mit rund 20 Produkten die Regel, „mild" (drei) und „stark" (zwei) bleiben die Ausnahme.
Bei der Verpackung dominiert Holz: Zwölf Produkte kommen in der Holzkiste, elf in der Massivholz-Kiste; dazu kommen wenige Kartons und als Ausnahme eine Metallkiste.
Woran Sie die Unterschiede erkennen
Drei Kriterien reichen, um sich innerhalb der einen Marke zu orientieren. Erstens die Linie: Connecticut und Café stehen für helle, milde Auslegungen, Maduro und die dunkleren Inspirado-Varianten für mehr Würze und Kraft. Innerhalb von Inspirado lohnt der Blick auf die Farbe im Namen, denn jede steht für einen eigenen Blend: White trägt ein Ecuador-Connecticut-Deckblatt, Red ein ecuadorianisches, Black ein dunkles Connecticut-Deckblatt. Zweitens das Deckblatt: Connecticut River Valley und Ecuador führen die Deckblattherkünfte an, und die Tabaksorte verrät die Farbe – Connecticut Shade steht für helle, Connecticut Broadleaf Maduro für dunkle Deckblätter. Drittens das Format: Von kompakten Robustos über die klassischen Toro- und Gran-Corona-Maße bis zu langen Churchills und figurierten Sonderformen reicht die Auswahl weiter, als der einheitliche Name vermuten lässt.
Den Rahmen setzen Fertigung und Herkunft: Seit Oktober 2000 entsteht Macanudo von Hand in Santiago de los Caballeros, und die meisten Zigarren mit Herkunftsangabe stammen aus der Dominikanischen Republik. Innerhalb dieses Rahmens unterscheidet sich fast alles – vom hellen Connecticut-Deckblatt bis zum dunklen Broadleaf, von der fünf Jahre gereiften Einlage bis zur kompakten Short Panetela. Deshalb lohnt ein zweiter und dritter Blick auf die einzelnen Linien, bevor Sie sich für eine Macanudo entscheiden: Der Markenname beantwortet die Frage nach Herkunft und Handarbeit; über Stärke und Deckblatt entscheidet erst die Linie, über Länge und Ringmaß das Format.