Honduras Zigarren
Rund 650 Produkte teilen sich hier eine einzige Angabe: die Herkunft. Rund 400 führen Honduras ausdrücklich im Datenblatt, zwei weitere als Doppelangabe zusammen mit Nicaragua. Weiterlesen: alles über Honduras Zigarren
Beliebte Zigarrenmarken aus Honduras
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- Herkunft Honduras
- Rauchdauer 20 bis 45 Min
- Format Short Robusto
- Deckblattherkunft Honduras
- Einlage Honduras
- Aroma Cremig, Erdig, Gras, Holz, Nuss, Pfeffer, Süß, Würzig
- Form Rund
- Herkunft Verschiedene Länder
- Rauchdauer 45 bis 60 Min
- Format Sampler
- Form Rund
- Herkunft Honduras
- Format Gordo
- Deckblattherkunft Honduras
- Einlage Honduras
- Aroma Cremig, Fruchtig, Gras, Kaffee
- Form Rund
- Herkunft Honduras
- Format Toro Gordo
- Deckblattherkunft Honduras
- Einlage Honduras
- Form Rund
- Rauchdauer 20 bis 45 Min
- Deckblattherkunft Kamerun
- Einlage Dominikanische Republik, Nicaragua
- Aroma Karamell, Nuss
- Form Rund
- Herkunft Honduras
- Rauchdauer 60 bis 90 Min
- Format Toro Grande
- Deckblattherkunft Geheim
- Einlage Geheim
- Aroma Cremig, herb-süßlich, Holz, Nuss, Schokolade
- Form Boxpressed
- Herkunft Honduras
- Rauchdauer 20 bis 45 Min
- Format Short Robusto
- Deckblattherkunft Nicaragua
- Einlage Honduras, Nicaragua
- Aroma Cremig, Holz, Kaffee, Leder, Toast
- Form Rund
- Herkunft Honduras
- Rauchdauer 90 Min oder länger
- Format Toro Gordo
- Deckblattherkunft Honduras
- Einlage Honduras, Nicaragua
- Aroma Holz, Leder, Röstaromen, Schokolade, Würzig
- Form Rund
- Herkunft Honduras
- Rauchdauer 45 bis 60 Min
- Format Rothschild
- Deckblattherkunft Ecuador
- Einlage Kolumbien, Nicaragua
- Aroma Kaffee, Leder, Pfeffer, Schokolade
- Form Rund
Honduras: ein Land, rund 650 Produkte, gut 40 Marken
Honduras ist die Konstante – und mit ihm ein ganzes Bündel weiterer Konstanten, die man sonst mühsam zusammensuchen müsste: Knapp 200 Produkte tragen ein honduranisches Deckblatt, gut 250 ein honduranisches Umblatt, rund 150 eine Einlage ausschließlich aus honduranischem Tabak, weitere knapp 100 eine Einlage aus Honduras und Nicaragua. Rund 380 Produkte sind als Longfiller hinterlegt, knapp 390 als „perfekt" ziehend, knapp 360 als rund gerollt und gut 30 als boxpressed.
Dahinter beginnen die Unterschiede. Gut 40 Marken teilen sich die Kategorie, dazu zehn namentlich hinterlegte Macher, gut 80 Serien, gut 55 Formatbezeichnungen und rund 230 verschiedene Aromaprofile. Genau dort zerfallen die rund 650 Produkte in Gruppen, die miteinander wenig zu tun haben – obwohl auf jeder Kiste dasselbe Ursprungsland steht.
Das Land hinter der Konstante
Drei Anbauzentren, 500 Kilometer auseinander
Honduranischer Tabak wächst nicht an einem Ort. Drei Zentren prägen das Land: das Valle de Jamastrán im Südosten mit der Fabrikstadt Danlí, nahe der nicaraguanischen Grenze; das bergige Talanga-Tal im Landeszentrum; Copán im Westen. Zwischen den Produktionspolen Danlí und Copán liegen gut 500 Kilometer. Jamastrán liegt auf 450 Metern und umfasst 197 Quadratkilometer, Talanga auf 750 Metern mit 204 Quadratkilometern; beide gehören zu den 31 Tälern des Landes, Jamastrán zu den sieben wichtigsten. Der Tabak im Valle de Copán wächst dagegen auf 1.000 bis 1.500 Metern, die übrigen Anbauregionen liegen zwischen 500 und 900 Metern.
Die Mengen verteilen sich eindeutig: Rund 70 Prozent der honduranischen Tabakproduktion entfallen auf das Valle de Jamastrán im Departement El Paraíso, je etwa sieben Prozent auf Olancho und Copán, sechs Prozent auf Francisco Morazán. El Paraíso liegt im Mittel auf rund 800 Metern, die Temperaturen halten sich ganzjährig um 20 Grad; von November bis Mai herrscht Trockenzeit, von Mai bis November Regenzeit. Über der Region wehen konstante nordöstliche Passatwinde.
Ausgesät wird im Januar, geerntet rund drei Monate später. Deckblätter wachsen unter Tuch, Einlagetabak in der Sonne; Connecticut-Pflanzen erreichen in Honduras bis zu 2,5 Meter Höhe und bis zu 26 Blätter. Im windigen Talanga-Tal hilft die Methode „encallado": Über die Pflanzen spannt man große Zeltkonstruktionen und pflanzt King Grass als Windbrecher, das rund sechs Meter hoch wird.
In Trojes, rund 65 Kilometer östlich von Danlí, stehen etwa 100 Manzanas Tabak, mit einem Ertrag von rund 30 Quintalen Blatt je Manzana. Über 150 Menschen leben dort vom Tabak; das Blatt gilt als honigsüß, großblättrig und kräftig und geht vollständig an die Fabriken in Danlí. Im Sortiment begegnet Ihnen der Ort als Umblattangabe der Villa Zamorano Danlí wieder.
Von der Real Factoría bis zum Kulturerbe
Die Tabakgeschichte des Landes ist älter als jede Marke. In Copán fanden sich Maya-Reliefs aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., die Tabakgebrauch zeigen, dazu auf dem Ausgrabungsgelände die Reste einer kleinen, mit Langblatt gefüllten Zigarre – vermutlich vor über 1.500 Jahren dort zurückgelassen.
1765 richtete die spanische Krone nahe Santa Rosa in Copán einen königlichen Tabakhandelsposten ein; ein Jahr später setzte mit der „Renta de Tabaco" ein Kronmonopol die Preise fest, verteilte Saatgut und kontrollierte den gesamten Handel. Das 1795 fertiggestellte Gebäude der Real Factoría steht bis heute am Parque Central von Santa Rosa de Copán. Damals wuchs in Copán eine einheimische Wildtabaksorte namens „Copaneco", die als grob galt – erst neues Saatgut hob die Qualität Anfang der 1960er Jahre deutlich.
Die moderne Industrie entstand in zwei Migrationswellen. 1960 pflanzte Angel Oliva Sr. Tabak in La Plata, 1961 legte Jacinto Argudín erste Felder im Jamastrán-Tal an und Julio R. Eiroa baute die erste Tabak-Trockenscheune Mittelamerikas; 1962 siedelte die Familie Eiroa nach Honduras über und kultivierte dort Corojo-Samen. 1963 gründete Frank Llaneza die Honduras American Tobacco S.A., deren Fabrik Cofradía als erste exportorientierte Zigarrenfabrik des Landes gilt. Die zweite Welle kam 1979: Die sandinistische Machtübernahme in Nicaragua trieb Bauern, Unternehmer und Roller über die Grenze.
Auch die Rückschläge lassen sich datieren. Blauschimmel, ein luftübertragener Pilz, traf das Land 1997 und kehrte 1998 zurück; die Corojo-Sorte erwies sich als besonders anfällig. Im Talanga-Tal antwortete man mit „Talanga Shade", einer blauschimmelresistenten Hybride. Seit Oktober 2016 gelten handgerollte Longfiller in Honduras als immaterielles Kulturerbe – gewürdigt als handwerkliches Erzeugnis aus Blatttabak.
Fünf Dinge, die Cigar Journal über die Tabak-Provenienz von Honduras sagt
Unter dem Titel Tabak Provenienz: Honduras hat Cigar Journal beschrieben, was den Tabak des Landes von seinen Nachbarn unterscheidet. Fünf Punkte daraus:
- Drei Anbauregionen, unterschiedlich groß. Copán liegt im Westen, Comayagua im Zentrum steuert rund zehn Prozent der Gesamtproduktion bei, und die größte Anbaufläche stellt das hochgelegene Jamastrán-Tal.
- Der Blend lässt sich in Prozent fassen. Maya Selva beschreibt die Zusammensetzung ihrer eigenen Marke so: „Meine Flor de Selva besteht aus 40 Prozent Copán und 60 Prozent Jamastran."
- Der Boden verrät die Herkunft. Im Jamastrán-Tal variiert er von grau zu rosa mit gelegentlichem Rotton – anders als der rötliche Boden der kubanischen Vuelta Abajo und der schwarze Boden des nicaraguanischen Jalapa-Tals.
- Trockenheit prägt das Blatt. Jamastrán ist vergleichsweise trocken, anders als das konstant feuchte Kuba; honduranische Tabakblätter fühlen sich dadurch samtig weich an, kubanische oft leicht klebrig.
- Die Fermentation riecht anders als in Kuba. Honduranischer Ligero fermentiert rund sechs Monate, milder im Geruch als in Kuba; die Trockenschuppen sind sehr groß, die Luftfeuchte wird durch feines Sprühen reguliert.
Quelle: Cigar Journal: „Tabak Provenienz: Honduras“
Die Macher: zehn Handschriften im Sortiment
Die Macher-Ebene erklärt Ähnlichkeiten über Markengrenzen hinweg und sagt damit mehr als die Markenliste. Hinterlegt sind Oscar Valladares bei rund 50 Produkten, Rocky Patel bei knapp 35, Maya Selva bei rund 30, Christian Eiroa bei gut 15, Alan Rubin bei 8, Ralf Montero und Nestor Plasencia bei je 3, Eric Piras bei 2 sowie Grupo de Maestros und A.J. Fernandez bei je einem.
Oscar Valladares ist mit knapp 60 Produkten die größte Marke der Kategorie. Der Betrieb entstand 2012 in Danlí, gemeinsam mit Bruder Hector und Masterblender Bayron Duarte; Hector setzte sein Haus als Bankgarantie ein. Die erste Kreation steckte statt in Zellophan in einem unfermentierten Tabakblatt und zielte auf die Maya-Zeitenwende am 21. Dezember 2012 – heute steht sie als Serie „The Oscar 2012 by Oscar" mit sieben Produkten im Sortiment. Die Fabrik wuchs von 1.000 über 10.000 auf 25.000 Quadratmeter; über 200 Menschen arbeiten in Danlí, 100 in der Region Copán, dazu 25 Frauen in der hauseigenen Papierwerkstatt, die Banderolen aus Tabakblattresten und Tabakblüten schöpft. Über 80 Hektar eigene Felder liegen in Copán, wo die Blätter dicker ausfallen und bislang als Einlage dienen. Zwei Linien tragen Namen von Maya-Monumenten: Rosalila nach dem am besten erhaltenen Tempel, Altar Q nach einem quaderförmigen Altar. Sein Satz über den eigenen Betrieb: „Ich habe keine Fabrik, sondern ein Labor."
Als Marke kommt Rocky Patel auf knapp 50 Produkte. Die Fabrik El Paraiso in Danlí umfasst rund 11.150 Quadratmeter und beschäftigt etwa 500 Menschen, mit eigenen Sortierräumen, Fermentationsraum, Qualitätskontrolle, Reiferaum und Verpackung; gefertigt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Traditionshaus Plasencia, die Kapazität reicht bis zu 40 Millionen Zigarren im Jahr. Von dort kommen unter anderem Decade, Sun Grown und sämtliche Varianten von The Edge, hier mit sieben Produkten vertreten.
Maya Selva steht hinter rund 30 Produkten. In Tegucigalpa aufgewachsen, Ingenieurin mit französischem Abschluss, lernte sie ab 1991 über ein Jahr lang in Danlí das Zigarrenmachen – vom Keimen des Saatguts bis zum Rollen. 1995 startete sie Flor de Selva, 1999 folgte Cumpay, 2002 Villa Zamorano. Im Januar 2025 eröffnete sie zum 30-jährigen Bestehen die eigene Fábrica de Puros MSC in Danlí, mit über 100 Beschäftigten und einem Glasmural „Tabaco Sagrado" der honduranischen Künstlerin Regina Aguilar; vertrieben wird in 55 Länder. Ihre Einordnung des Landes ist knapp: „Wenn Sie dominikanische Zigarren zu subtil und kubanische zu schwer finden, dann ist Honduras genau richtig."
Christian Eiroa steht bei gut 15 Produkten als Macher und ist über CLE mit knapp 15, Eiroa mit 11 und Asylum mit 3 Produkten vertreten. Die Familie übernahm Camacho 1995 und verkaufte 2008 an Oettinger Davidoff, behielt die honduranischen Tabakfelder aber. Alan Rubin steht für Alec Bradley mit knapp 40 Produkten; gerollt wird in der Fabrik in Danlí, die Romay Endemaño mit Ehefrau Maria Portao und Sohn Hugo führt. Aus derselben Fabrik stammt die Marke Raíces, hier mit sechs Produkten, für die Ralf Montero als Macher geführt wird.
Der Deckblatttabak: die eigentliche Trennlinie
Zwei honduranische Zigarren gleichen Formats laufen vor allem an einer Angabe auseinander: an der Sorte des Deckblatts. Im Sortiment führt Connecticut Shade mit gut 50 Produkten, danach Connecticut (knapp 35), Corojo (knapp 35), Maduro (gut 25), Broadleaf (10), San Andrés Maduro und Criollo (je 7), Sungrown und Oscuro (je 6), dazu sechs Produkte mit ausdrücklich als „Jamastran" ausgewiesenem Deckblatt, sechs mit Connecticut Seed, fünf mit H2000 und je zwei mit Olancho San Agustín, Cameroon und Arapiraca.
Drei dieser Werte sind mehr als ein Etikett.
Corojo ist die Sorte, an der die honduranische Industrie hängt. Der authentische Samen stammt von der Farm Santa Ines del Corojo bei San Luis in Pinar del Río, entwickelt hat ihn Diego Rodriguez; kubanische Bauern ersetzten ihn nach 1987 schrittweise durch Hybriden wie Corojo '99 und Corojo '06, die etwa den doppelten Ertrag liefern. Warum echter Corojo selten bleibt, erklärt Christian Eiroa nüchtern: Die Pflanze werde nur etwa 170 Zentimeter hoch, sei anfällig für Blauschimmel, und man erhalte aus ihr nur 20 bis 30 Prozent Deckblatt – dafür ergebe das authentische Saatgut einen unvergleichlichen Geschmack, kräftig und süß im Abgang. 1997 begann Julio Eiroa auf seiner honduranischen Farm mit diesem Saatgut, um das Jahr 2000 kam der Tabak über Camacho zurück in den Handel, und mit dem Portfolio-Relaunch 2013 rückte Corojo in den Kern der Marke. Die Camacho Corojo bleibt bis heute ein reiner Honduras-Puro – Deckblatt, Umblatt und Einlage aus Corojo.
Connecticut ist der Gegenpol. Unter Tuch gezogen, liefert es die hellen, ruhigen Blätter, die im Sortiment als Connecticut Shade oder schlicht als Connecticut auftauchen – von der Camacho Connecticut über die Cenicero Naked 5x52 Connecticut bis zur JRE Tobacco Aladino Connecticut.
Cameroon ist der Sonderfall mit zwei Produkten. 2018 begann Julio Eiroa, auf rund zwei Hektar Kamerun-Tabak in Honduras anzubauen, gegenüber 40 Hektar Corojo. 2021 debütierte daraus eine Zigarre mit in Honduras gewachsenem Kamerun-Deckblatt über Corojo-Umblatt und -Einlage; er brauchte drei Anläufe, weil sich pro Jahr nur ein einziger Versuch machen ließ. Die Serie Aladino, in die das mündet, führt hier neun Produkte.
Olancho San Agustín schließlich ist eine Ortsangabe: OSA steht für das Tal von Olancho und San Agustín, nordöstlich von Danlí im größten Departement des Landes. Die Blätter von dort gelten als ungewöhnlich ölreich.
Stärke, Aroma und Rauchdauer
Das Klischee von der grundsätzlich starken Honduras-Zigarre trägt nicht. Bei der Stärke dominiert „medium" mit knapp 270 Produkten, danach folgen „stark" mit gut 75, „mild" mit knapp 40 und „mild-mittelkräftig" mit gut 25. Die separat gepflegte Aromastärke zeichnet dasselbe Bild: medium-aromatisch gut 160, mild-aromatisch knapp 80, medium-kräftig gut 75, sehr mild gut 15. Die Kraft einer Zigarre hängt am Blend, den der Hersteller wählt, nicht am Land, in dem sie gefertigt wird.
Bei den Aromen wiederholen sich vor allem einzelne Noten: Am häufigsten sind cremige Töne, mit klarem Abstand vor Süße, Kaffee, Holz und erdigen Noten; danach folgen Nuss, Pfeffer und Leder. Die Kombinationen daraus kehren dagegen kaum wieder – keine steht bei mehr als sechs Produkten. Insgesamt sind rund 230 verschiedene Aromakombinationen hinterlegt – ein Hinweis darauf, wie wenig sich aus dem Ursprungsland allein ableiten lässt.
Die Rauchdauer taugt nur zur groben Orientierung. Rund 130 Produkte tragen die weite Spanne 45 bis 90 Minuten, gut 90 die Angabe 45 bis 60 Minuten, rund 80 die Angabe 60 bis 90 Minuten, knapp 50 die Angabe 20 bis 45 Minuten, gut 40 „90 Minuten oder länger", sieben „kürzer als 20 Minuten" und ein einziges „120 Minuten oder länger". Die Werte überschneiden sich, weil enge und weite Spannen nebeneinander gepflegt werden; ein genormtes Messverfahren steht nicht dahinter.
Format, Maß und Verpackung
Robusto führt mit knapp 95 Produkten, dicht vor Toro mit gut 85; mit großem Abstand folgt Corona mit gut 20 – drei von gut 55 Formatbezeichnungen, die in der Kategorie vorkommen. Danach kommen je knapp 20 Gordo und Churchill, knapp 15 Sampler, zwölf Torpedo, elf Short Robusto, neun Toro Gordo sowie je acht Petit Corona, Half Corona und Figurado.
Die Maße bestätigen den Schwerpunkt. Beim Ringmaß führt 50 mit gut 110 Produkten, gefolgt von 52 (knapp 90), 60 (knapp 50), 54 (gut 25), 48 (rund 20) und 46 (rund 15). Bei der Länge dominiert 152 Millimeter mit knapp 140 Produkten, danach 127 Millimeter (knapp 80), 140 (rund 20), 178, 101 und 165 (je rund 15). Beim gemessenen Durchmesser liegt 19,8 Millimeter mit gut 80 Produkten vorn, danach 20,6 (rund 75), 23,8 (knapp 40), 20,0 und 21,4 (je gut 20). Das dicke Ende ist gut besetzt, bestimmt die Kategorie aber nicht.
Bei den Sonderausstattungen sind rund 30 Produkte als „limited" gekennzeichnet, knapp 15 als Boutique-Zigarre, acht führen ein doppeltes Umblatt, sieben sind „aged", drei kombinieren Boutique-Zigarre und Pigtail, zwei sind ausdrücklich als Puro deklariert, zwei tragen einen Pigtail und zwei sind Barber Poles. Bei der Verpackung führt die Massivholz-Kiste mit gut 200 Produkten vor der Holzkiste (rund 100), dem Bundle (gut 40) und der habilitierten Kiste (gut 15).
Gut 80 Serien – und was hinter einigen steckt
Die Serienebene gliedert die Kategorie am feinsten. Am häufigsten belegt sind „Classic" mit knapp 40 Produkten, „Cenicero Naked" mit 10, „Maduro", „Leaf by Oscar" und „Aladino" mit je 9, „Corojo" mit 8 sowie „Vintage Connecticut 1999", „The Oscar 2012 by Oscar" und „The Edge" mit je 7. Mit je sechs Produkten folgen „War Hawk", „The Oscar", „Reserva", „El Principio", „Black Market" und „Behind the Scenes".
War Hawk von Henry Clay entsteht in der Fabrik in Santa Rosa de Copán – dort also, wo auch die Hausmarke gefertigt wird. Villa Zamorano Reserva bezieht ihr Deckblatt von der Farm Santa Eulalia im Jamastrán-Tal; die Villa Zamorano Danlí ist ein honduranischer Puro mit dem eigens angebauten Deckblatt der Varietät „Carmelita", Umblatt aus Trojes und Einlage aus dem Jamastrán-Tal und aus Azacualpa – eine Hommage an Danlí als Zigarrenhauptstadt des Landes. Das jüngste Format der Linie, die Corto 46, misst 102 Millimeter bei 18,26 Millimetern Durchmesser und durchläuft eine dreifache Fermentation.
Prensado von Alec Bradley zeigt, wie weit honduranische Ware kommt: Die Churchill dieser Linie holte 2011 in der wichtigsten amerikanischen Jahresliste 96 Punkte und den Titel Zigarre des Jahres. Gefertigt wird sie in Danlí, mit einem gereiften Corojo-Deckblatt des Jahrgangs 2006 aus Trojes; die Verkostungsnotiz nannte Leder, Schokolade und Würze bei langem Abgang. Cavalier Genève verbindet Genf mit Danlí: Alle Zigarren der Marke entstehen in der eigenen Fábrica Centroamericana de Tabaco, das Sortiment gliedert sich in sechs Kollektionen: Inner Circle, Prospektor, Project Broadleaf, White Series, Black Series und Viso Jalapa – erkennbar am Gold-Diamanten auf jeder Zigarre. Und hinter Meerapfel, mit gut 20 Produkten die sechstgrößte Marke der Kategorie, steht eine Familie, die auf eine über 400-jährige Geschichte im Tabakhandel zurückblickt.
Wie die Ware nach Deutschland kommt
Ein Teil der Unterschiede erklärt sich nicht aus dem Blend, sondern aus dem Weg ins Land. Den Vertrieb von Flor de Copán für Deutschland verantwortet seit Februar 2024 die 5th Avenue Products Trading GmbH. Die VZ Danlí CORTO 46 aus der Villa-Zamorano-Linie kommt über Kohlhase & Söhne. Für Raíces ist seit Juni 2025 VCF/Woermann Cigars exklusiver Distributor, für Meerapfel seit März 2026 Compañia de Tabacos. Vertrieb und Marketing von Rocky Patel außerhalb der USA steuert CigarConsult International. Oscar Valladares wickelt das Europageschäft seit 2019 über ein eigenes Zentrum in Hechingen ab und führt den europäischen Vertrieb seit 2020 selbst.
Woran Sie die Unterschiede erkennen
Drei Griffe sortieren diese rund 650 Produkte sinnvoll.
Erstens der Deckblatttabak. Connecticut Shade und Connecticut markieren die helle, ruhige Auslegung, Corojo die kräftig-süße, Maduro und Broadleaf die dunkle. Wer das Land in Reinform sucht, hält sich an die Deckblätter mit Regionalangabe: Jamastrán und Olancho San Agustín.
Zweitens die Stärke. Der Schwerpunkt liegt mit knapp 270 Produkten klar bei „medium"; gut 75 Produkte gehen darüber hinaus, knapp 65 liegen darunter. Die Aromastärke bestätigt das mit gut 160 Nennungen für „medium-aromatisch".
Drittens der Macher. Oscar Valladares, Rocky Patel, Maya Selva und Christian Eiroa arbeiten mit demselben Landestabak und kommen zu vier klar verschiedenen Ergebnissen. Hat Ihnen eine Zigarre gefallen, führt die Handschrift dahinter oft weiter als die Marke auf der Banderole.
Auch die sauberste Rezeptur hängt am Ende an der Verarbeitung. In honduranischen Manufakturen fermentiert das Blatt 20 bis 50 Tage im Pilón und wird dabei regelmäßig umgeschichtet; bis zur fertigen Zigarre vergehen etwa 18 bis 24 Monate. Das Rollen selbst dauert drei bis fünf Minuten. Ein Agraringenieur, der in Danlí arbeitet, fasst den Weg des Blattes so zusammen: Von der Finca bis in den Mund des Rauchers werde der Tabak mehr als 500 Mal berührt.














