Vauen Pfeifentabak
Vauen gilt als älteste Tabak- beziehungsweise Pfeifenfirma Deutschlands, bezeichnet sich selbst als letzte verbliebene Pfeifenmanufaktur des Landes und führt unter eigenem Namen auch Pfeifentabak: klassisch-englische Blends ebenso wie sorgfältig aromatisierte Mixturen. Was die Mischungen voneinander trennt, ist nicht das Etikett, sondern dreierlei – der Tabak, der Schnitt und das Aroma, mit dem eine Mixtur verfeinert wird. Weiterlesen: alles über Vauen Pfeifentabak
-
- Tabak Burley, Black Cavendish, Virginia
- Schnittart Mixture
- Tabakstärke mild
- Raumduft (1-5) 4
- Aromatisiert Kiefernholz, Orange, Honig
- Tabak Burley, Black Cavendish, Virginia
- Schnittart Mixture
- Raumduft (1-5) 5
- Aromatisiert Orange, Pfirsich
- Tabak Burley, Black Cavendish, Virginia, Perique
- Schnittart Flake Cut, Curly Cut
- Tabakstärke mild
- Raumduft (1-5) 4
- Aromatisiert Mandel, Waffel, Amaretto, Schokolade
- Tabak Burley, Black Cavendish, Virginia
- Schnittart Mixture
- Raumduft (1-5) 5
- Aromatisiert Cappuccino, Mirabelle, Vanille
- Tabak Burley, Black Cavendish, Virginia
- Schnittart Ready Rubbed
- Aroma Pfirsich
- Tabak Burley, Black Cavendish, Virginia, Kentucky
- Schnittart Mixture, Ready Rubbed
- Raumduft (1-5) 4
- Tabak Virginia
- Schnittart Flake Cut, Curly Cut
- Raumduft (1-5) 3
- Aroma Cremig, Fruchtig, Süß
- Tabak Black Cavendish, Golden Virginia
- Schnittart Mixture
- Aroma Goji-Beere, Kirsche, Zitrusfrüchte
- Tabak Burley, Virginia
- Schnittart Mixture
- Tabakstärke medium
- Raumduft (1-5) 3
- Aroma Rum, Vanille
- Tabak Burley, Virginia Flake, Black Cavendish
- Schnittart Mixture
- Raumduft (1-5) 3
- Aroma Rum, Rumpflaume, Vanille
- Tabak Burley, Black Cavendish, Virginia
- Schnittart Ready Rubbed
- Raumduft (1-5) 4
- Aroma Walnuss
- Tabak Virginia
- Schnittart Flake Cut
- Raumduft (1-5) 3
- Aroma Süß, Tabak
- Tabak Cavendish, Black Cavendish, Virginia, Golden Virginia
- Schnittart Ready Rubbed
- Aroma Orange, Vanille, Zartbitter
- Tabak Red Virginia, Cavendish, Black Cavendish, Golden Virginia
- Schnittart Ready Rubbed
- Aroma Kirsche, Vanille
- Tabak Black Cavendish, Kentucky, Latakia, Carolina Bright, Old-Belt-Virginia
- Schnittart Mixture
- Tabakstärke stark
- Raumduft (1-5) 3
- Aroma Nuss
- Tabak Danish Aromatic, Virginia (diverse), Black Cavendish
- Schnittart Mixture
- Tabakstärke mild
- Raumduft (1-5) 4
- Aromatisiert Karamell, Tonkabohne
- Tabak Burley, Black Cavendish, Golden Virginia
- Schnittart Ready Rubbed
- Raumduft (1-5) 5
- Aroma Fruchtig, Rotwein, Süß
- Tabak Burley, Black Cavendish, Golden Virginia, Latakia
- Schnittart Loose Cut, Mixture
- Raumduft (1-5) 4
- Aroma Vanille
- Tabak Burley, Black Cavendish, Virginia
- Schnittart Loose Cut
- Aroma Nuss, Vanille
- Tabak Black Cavendish, Virginia
- Schnittart Loose Cut
- Tabakstärke mild
- Raumduft (1-5) 3
- Aromatisiert Wassermelone
- Aroma Fruchtig, Süß
- Tabak Broken Virginia, Burley, Black Cavendish
- Schnittart Mixture
- Aroma Bergamotte , Fruchtig
- Tabak Burley, Virginia, Kentucky
- Schnittart Ready Rubbed
- Raumduft (1-5) 3
- Tabak Virginia
- Schnittart Mixture
- Raumduft (1-5) 2
- Aroma Süß
- Tabak Broken Virginia, Burley, Black Cavendish, Golden Virginia
- Schnittart Mixture
- Raumduft (1-5) 3
- Aroma Nuss, Vanille
Vauen Pfeifentabak: eine Manufaktur, viele Mischungen
Gut 30 Produkte versammelt die Kategorie, und sie spannen einen weiten Bogen: vom puren, ungewürzten Virginia bis zur kräftig aromatisierten Mixtur, vom nummerierten Klassiker bis zur literarisch inspirierten Themenserie. Der internationale Fachhandel sieht die Kollektion überwiegend auf aromatisierte Mischungen und reine Virginia-Blends ausgerichtet – formuliert speziell für Liebhaber des europäischen Pfeifentabak-Stils. Den Tabak stellt Vauen nach eigenen Angaben nicht selbst her, sondern bietet ihn als ausgesuchten Teil des Sortiments an, neben dem Kerngeschäft, der handgefertigten Pfeife. Bei Cigarmaxx kommt er überwiegend in der Dose, ein einzelnes Produkt in einer Schmuckdose. Wer über die Marke hinausblicken möchte, findet unter Pfeifentabak die Mischungen anderer Häuser; wer bei einem Namen mit über 175 Jahren Firmengeschichte bleiben will, ist hier richtig.
Begonnen hat diese Geschichte 1848 mit der Suche nach einer dauerhafteren, eleganteren Alternative zur Tonpfeife. Früh kam internationale Anerkennung: Zwischen 1873 und 1906 sammelte die Nürnberger Manufaktur mehrere Goldmedaillen auf Weltausstellungen, unter anderem in Wien, Philadelphia, Nürnberg, Amsterdam und St. Louis. Heute führen Florian und Julia Eckert das Familienunternehmen, nach eigenen Angaben seit 2026 in sechster Generation.
Sechs Fakten zu Vauen Pfeifentabak auf einen Blick (Sketchnote). Fünf Dinge, die „VAUEN-Tradition und Moderne" über die Marke sagt
Der Blog Rallis Pfeifengeschichte(n) hat unter dem Titel „VAUEN-Tradition und Moderne" die Firmengeschichte der Marke von der Gründung bis zum Wiederaufbau nach dem Krieg nachgezeichnet. Fünf Punkte daraus:
- Aus der Werkstatt zweier Drechsler. 1848 gründeten die Drechsler Karl Ellenberger und Carl August Ziener in Nürnberg eine Pfeifenmanufaktur, die von Anfang an auf Holz statt auf Ton setzte. Ihr Ziel: eine stabilere, langlebigere Alternative zu den damals verbreiteten Tonpfeifen.
- Zwei Fabriken werden eine. 1866 gründete Gebhard Ott in Nürnberg eine zweite Pfeifenfabrik, die Ernst Eckert leitete; 1901 fanden beide Nürnberger Häuser zusammen und firmierten fortan als „Vereinigte Pfeifenfabriken Nürnberg" (VPFN).
- Der Name ist eine Abkürzung. 1909 formte Adolf Eckert aus dem Firmennamen die Marke VAUEN: „Vau" für das V in „Vereinigt", „En" für das N in „Nürnberg".
- Zwei Entwicklungen aus dem eigenen Haus. 1934 entwickelte Vauen ein 9-Millimeter-Aktivkohlefiltersystem für Pfeifen; 1968 folgte der „Conex-Zapfen" – ein konischer Filteranschluss für festen Sitz im Mundstück.
- Weltweiter Erfolg und Wiederaufbau. Der von Vauen entwickelte Filter der Marke „Dr. Perl" verkaufte sich zu Spitzenzeiten mit rund 150 Millionen Stück jährlich weltweit. Die Nürnberger Produktionsstätten wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört; die Familie Eckert baute das Unternehmen ab 1945 wieder auf.
Quelle: rallis.blog: „VAUEN-Tradition und Moderne – Rallis Pfeifengeschichte(n)“
Die Zeitleiste zeigt, wie aus zwei Nürnberger Pfeifenfabriken 1901 ein Unternehmen wird, aus dessen Namen 1909 die Marke Vauen entsteht. Was die Mischungen der Marke unterscheidet
Ein Name, viele Geschmäcker: Vauen-Pfeifentabak ist kein einzelnes Profil, sondern eine Bandbreite. Wer sie ordnen will, hält drei Dinge auseinander – den Tabak selbst, die Schnittart und das Aroma samt dem Duft, den eine Mischung beim Rauchen im Raum hinterlässt. Der Tabak bestimmt den Charakter, der Schnitt die Handhabung, das Aroma den Geschmack – und über den Raumduft auch das, was andere davon mitbekommen.
Virginia, Burley und Black Cavendish: die Basis
Drei Tabake kehren in den Vauen-Mischungen immer wieder: Virginia, Burley und Black Cavendish. Virginia allein kommt im Sortiment in mehreren Spielarten vor – golden, rot, braun, gebrochen (Broken) und als sogenannter Old-Belt-Virginia. Der Name verrät dabei wenig über das Blatt: Dieselbe Virginia-Saat ergibt je nach Anbauort unterschiedliche Tabake, weil Boden und Klima die Blattqualität bestimmen. Wie pur Virginia schmecken kann, führt die Vauen Trüllerie vor, ein reiner Virginia-Blend. Schon die Dose verströmt die Süße der Virginia-Tabake mit Frucht- und Honignoten, und in der Pfeife hält sich ihr natürlich-süßer Charakter bis zum letzten Zug.
Burley, der zweite Grundtabak, gilt botanisch als natürliche Mutation der Virginia-Pflanze und stammt ursprünglich aus Kentucky. Geerntet wird er als ganze Pflanze statt Blatt für Blatt und anschließend an der Luft getrocknet; Trocknung und Fermentation dauern zusammen ein bis zwei Monate. Burley enthält nur 1,6 bis 4,8 Prozent Zucker – deutlich weniger als Virginia. Typisch für ihn sind die braune Farbe und ein Schokoladenaroma, das sich durch Rösten noch verstärken lässt.
Black Cavendish vervollständigt das Trio, und an den Auenland-Mischungen zeigt sich, wie unterschiedlich sich die drei gewichten lassen. In der Auenland Midnight Mixture bildet ein hoher Anteil vollmundigen Black Cavendish die Basis, verfeinert mit nussigem Burley und einem süßen Pfirsich-Sahne-Aroma. Die Auenland Evening Mixture setzt dagegen auf Long-Cut-Virginia und Black Cavendish mit reifem Burley, dazu kommen Ananas- und Walnuss-Noten. Die Auenland The Shire wiederum verbindet unterschiedlich getönte Virginia-Tabake verschiedener Schnittbreiten mit Black Cavendish und etwas Burley, aromatisiert mit fruchtigen Noten von Orange und Pfirsich.
Latakia und Perique: die würzigen Ausnahmen
Zwei Tabake fallen aus diesem Raster: Latakia und Perique. Latakia entsteht, anders als der luftgetrocknete Burley, durch Räuchern – und genau das gibt dem English Blend der Marke seine rauchige Note. Streng genommen ist er keine eigene Tabaksorte, sondern das Ergebnis eines Verfahrens: Sieben bis acht Monate lang zieht in geschlossenen Scheunen der Rauch von wildem Pinien- und Eichenholz durch sonnengetrocknete Blätter; danach werden sie entrippt, rehydriert und 30 bis 60 Tage fermentiert. Der Name geht auf den syrischen Hafen Latakia zurück, hergestellt wird der Tabak heute jedoch ausschließlich auf Zypern, dort aus der Sorte Izmir. Syrien und der Libanon setzen für dasselbe Verfahren traditionell auf die Sorte Shek el Bint. Im English Blend trifft der Latakia auf Black Cavendish und goldenen Virginia; etwas Burley bringt Würze, und obenauf liegt eine leichte Vanille-Bourbon-Note.
Perique, der zweite Würztabak, stammt aus einem einzigen kleinen Gebiet: Angebaut und verarbeitet wird er nur in St. James Parish in Louisiana. Bekannt ist er für sein sehr würziges Aroma. Wo er bei Vauen auftaucht, steht er neben den drei Grundtabaken Burley, Black Cavendish und Virginia.
Die Übersicht zeigt, welche Tabake die Beschreibungen von fünf Vauen-Mischungen nennen: Virginia, Burley und Black Cavendish tauchen in mehreren auf, Latakia nur im English Blend, Perique in keiner der fünf. Schnittart: Mixture, Ready Rubbed, Loose Cut und Flake
Der Schnitt entscheidet, wie viel Handarbeit vor dem ersten Zug nötig ist. Die häufigste Schnittart ist die Mixture: Gut die Hälfte der Vauen-Mischungen ist so geschnitten und liegt griffbereit in der Dose. Im internationalen Fachhandel heißt dieser Schnitt auch Ribbon Cut, und Vauen-Tabake kommen dort üblicherweise in Dosen zu 50 Gramm. Daneben führt Cigarmaxx Vauen-Tabak als Loose Cut sowie als Flake Cut beziehungsweise Curly Cut. Ein Flake ist kein loser Tabak, sondern ein gepresster Block, in Scheiben geschnitten. Beim Vauen No. 14 Virginia Flake reiben Sie die Scheibe vor dem Stopfen; empfohlen ist zudem rund eine Stunde Trockenzeit vor dem Rauchen. Wer sich diesen Schritt sparen möchte, greift zu einer bereits geriebenen Ready-Rubbed-Mischung.
Lose geschnitten, gepresst oder gerieben: so unterschiedlich kann Pfeifentabak aussehen (Symbolbild). Aroma und Raumduft: von dezent bis intensiv
Vanille und Nuss als warme Grundnoten, dazu Rum, Kirsche, Pfirsich, Orange, Schokolade oder die Paarung aus Champagner und Erdbeere: So weit spannt sich die Aromapalette der Vauen-Kollektion. Viele ihrer Mixturen bauen auf Virginia, Burley und Black Cavendish auf. Genau diese Verbindung, nach alter Tradition schonend aromatisiert, ordnet der deutsche Fachhandel als „Danish"-Stil ein – benannt nach Dänemark, das als bedeutendstes Zentrum der europäischen Pfeifentabak-Produktion gilt.
Der Raumduft beschreibt nicht den Geschmack im Mund, sondern das, was beim Rauchen im Zimmer hängen bleibt – und damit alle anderen im Raum erreicht. Für die Vauen-Mischungen gibt es dazu eine fünfstufige Skala. Am häufigsten ist die mittlere Stufe 3: Acht Mischungen erreichen sie, sechs weitere Stufe 4, drei die höchste Stufe 5 und eine Stufe 2.
Bei einem Teil der Mischungen gibt es zusätzlich eine Einstufung der Aromastärke, getrennt von der Tabakstärke. Bei der Aromastärke überwiegt „mild-aromatisch" gegenüber „medium-kräftig". Die Tabakstärke selbst reicht von mild bis stark.
Dass Raumduft und Rauchgenuss zweierlei sind, zeigt die Auenland The Shire: Rezensenten loben ihren Raumduft nach Pfirsich und Sahne, bemängeln aber Zungenbiss und eine leichte Trockenheit direkt aus der Dose.
Das Punktdiagramm zeigt, wie sich die eingestuften Vauen-Mischungen auf die fünf Raumduft-Stufen verteilen, also darauf, was beim Rauchen im Zimmer hängen bleibt: Stufe 3 ist am häufigsten. Die Serien im Überblick
Quer zu Tabak, Schnitt und Aroma ordnet sich das Sortiment in vier Gruppen, die sich im Konzept unterscheiden: die Themenserie Auenland, eine breite Riege weiterer Blends, die nummerierten Klassiker und die Jubiläumseditionen. Die Spanne reicht von der literarisch aufgeladenen Serie bis zur nüchternen Nummer. Den Geschmack verrät die Gruppe allein nicht: Aromatisierte Mischungen finden sich in der Auenland-Serie ebenso wie unter den übrigen Blends und in den Jubiläumseditionen.
Auenland: Tolkiens Welt in der Dose
Sechs Mischungen tragen den Namen Auenland, benannt nach dem Handlungsort aus J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe": Broken Flake, Evening, Midnight, Morning Mixture, Sunset Mixture und The Shire. Konzipiert wurde die Linie als tabakliches Gegenstück zu den „Herr der Ringe"-Pfeifen der Marke; mit ihrer literarischen Anlehnung richtet sie sich gezielt an Tolkien-Fans. Wie verschieden die Mischungen gebaut sind, zeigen Midnight, Evening und The Shire weiter oben: Jede gewichtet Virginia, Burley und Black Cavendish anders und setzt ein eigenes Aroma obenauf.
Weitere Blends: von Oxford bis Sparkling
Ohne literarische Klammer und ohne Jubiläum im Namen kommen die übrigen Blends aus. Dazu zählen klassisch-englische wie der Latakia-geprägte English Blend oder der Oxford Blend, daneben sorgfältig aromatisierte Mixturen wie Bavarian Blend, Crunchy Blend, Red Blend und Sparkling Blend. Summer Blend, Lounge Blend, Himalaya Blend, Hawaii und Grandpa's Blend ergänzen die Reihe. Zusammen spannen diese Blends die Bandbreite der Marke auf, vom klassisch-englischen bis zum verspielt aromatisierten Tabak.
Nummerierte Klassiker: No. 14 und No. Z
Eine kleine Gruppe kommt ohne literarisches Konzept aus und trägt stattdessen eine Nummer im Namen, darunter der Vauen No. 14 Virginia Flake und der Vauen No. Z Zeppelin. Der No. 14 ist ein reiner, ungewürzter Virginia-Flake mit milder Süße und einer leichten Topping-Nuance aus Nuss und Vanille. Im Rauch entwickeln sich Nougat-Noten, die im Verlauf der Pfeife an Tiefe gewinnen, während darunter ein Frucht-Nuss-Unterton anhält. Zusammen mit der Trüllerie verkörpert er den zweiten Schwerpunkt, den der internationale Fachhandel der Kollektion zuschreibt: reine Virginia-Blends neben den aromatisierten Mischungen.
Jubiläumseditionen: 175 Jahre in der Dose
Zum Firmenjubiläum brachte Vauen limitierte Editionen heraus: die Vauen Jubiläumsedition Pfeifentabak und, zum 175-jährigen Bestehen, die 175-Jahre-Jubiläumsedition. Beide setzen auf fruchtige und zimtige Virginia-Aromen. Über die Vauen Jubiläumsedition berichten Verkoster von einem gleichmäßigen, langsamen Abbrand und einem kräftigen, aber nicht künstlich wirkenden Fruchtaroma, das sich schon beim Öffnen der Dose als exotischer Duft ankündigt.
Die Pfeife dahinter
Im Kern ist Vauen eine Pfeifenmanufaktur; der Tabak läuft unter demselben Namen wie die Pfeifen. Für seine Pfeifen nutzt Vauen traditionell Bruyèreholz aus verschiedenen Weltregionen und arbeitet von Hand die charakteristischen Maserungsmuster heraus. Seit 1911 tragen hochwertige Vauen-Pfeifen als Markenzeichen einen weißen Punkt auf dem Mundstück. Auch die beiden Entwicklungen aus der Firmengeschichte oben gehören auf diese Seite des Hauses: Der 9-Millimeter-Aktivkohlefilter von 1934 und der Conex-Zapfen von 1968 betreffen die Pfeife, nicht den Tabak. Im englischsprachigen Fachhandel positioniert sich Vauen als deutscher Pfeifenhersteller, dessen 9-Millimeter-Filtersysteme ein für den europäischen Markt charakteristisches Merkmal seiner Pfeifen sind. Wer sich für die Pfeifen selbst interessiert, wird unter Vauen Pfeifen fündig. So steht hinter der Tabakkollektion eine Pfeifenmanufaktur.
Hinter der Tabakkollektion steht eine Pfeifenmanufaktur: Pfeifentabak in der Dose, daneben eine Pfeife (Symbolbild). Woran Sie die richtige Mischung erkennen
Drei Fragen führen durch die Vauen-Kollektion, ob Sie schon lange Pfeife rauchen oder gerade erst anfangen.
Erstens der Tabak: Suchen Sie die pure Süße des Virginia, werden Sie bei der Trüllerie oder beim No. 14 Virginia Flake fündig; mögen Sie es rauchig-würzig, ist der English Blend mit seinem Latakia die richtige Adresse. Wer Aroma sucht, landet bei den Mixturen aus Virginia, Burley und Black Cavendish, etwa bei den Auenland-Mischungen Midnight (Pfirsich und Sahne), Evening (Ananas und Walnuss) oder The Shire (Orange und Pfirsich).
Zweitens der Schnitt: Eine Mixture liegt griffbereit in der Dose, ein Flake wie der No. 14 verlangt vorheriges Reiben und rund eine Stunde Geduld; eine Ready-Rubbed-Mischung nimmt Ihnen das Reiben ab.
Drittens Aroma und Raumduft: Die Skala reicht von Stufe 1, dezent, bis Stufe 5, intensiv, und in der Kollektion ist am häufigsten die mittlere Stufe 3 vertreten. Wer mit anderen im Raum raucht, richtet sich danach. Nur schützt ein angenehmer Raumduft nicht zwingend vor Zungenbiss, wie das Beispiel The Shire zeigt.
Eine vierte Frage betrifft die Tabakstärke, die bei den Vauen-Mischungen von mild bis stark reicht.
Und wer eine Themenserie statt eines klassischen Blends wählt, entscheidet sich zugleich für ein Stück Markenkonzept: Auenland verbindet den Tabak mit Tolkiens Romanwelt, die Jubiläumseditionen mit der Firmengeschichte selbst. Gemeinsam ist allen Mischungen der Absender – eine Manufaktur, die seit über 175 Jahren in Nürnberg zu Hause ist und dort bis heute Pfeifen wie Tabak unter eigenem Namen führt.