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Italienische Zigarren -  kraftvoll seit 1818

Italienische Zigarren sind nun nicht unbedingt das, was die meisten Menschen mit dem südeuropäischen Land verbinden. Viele verbringen ihren Urlaub im Sommer am Gardasee oder im Winter beim Skifahren. Hier in Deutschland essen sie gerne Pizza und Pasta. Der italienische Kellner sorgt mit seinem Akzent für schnelle Entspannung und ein Gefühl wie im Urlaub. Zigarrenliebhaber wird neben Pizza und Pasta aber zudem interessieren, dass auch aromatische Zigarren in Italien hergestellt werden. Warum also nicht ein leckeres italienisches Dinner mit einer Zigarre als Dessert abschließen? Italienische Zigarren schmecken in der Regel recht kräftig und liefern ein aromatisches Geschmackserlebnis. Der Name einer bekannten Marke italienischer Zigarren lautet Toscani. Er spielt auf die Region Toscana an, in welcher diese Zigarren ursprünglich hergestellt wurden.

Spezielles Herstellungsverfahren aus der Toscana

Auch wenn Italien als Zigarrenland nicht allzu bekannt ist, werden dort bereits seit 1818 Zigarren hergestellt. Italienische Zigarren werden auf ganz bestimmte Weise gefertigt. Dieses Verfahren findet sich sonst noch in der Schweiz oder in Österreich. Die Legende besagt, dass damals der angebaute Tabak unter freiem Himmel zum Trocknen aufgebahrt wurde. Leider fing es an zu regnen. Um den guten Tabak nicht wegschmeißen zu müssen, wurde beschlossen, ihn trotz der Nässe zu verarbeiten. Es sollten günstige Zigarren hergestellt werden, die sich auch die ärmeren Bevölkerungsschichten leisten konnten. Allerdings führte das zusätzliche Wasser im Tabak dazu, dass dieser besonders fermentiert wurde. Die entstandenen Zigarren hatten so einen besonderen, doch keinesfalls minderwertigen Geschmack. Sie waren aromatisch und kräftig mit einer ganz eigenen Note. Als schließlich auch dem damaligen Großherzog der Toskana der Genuss gefiel, konnten die toskanischen Zigarren endgültig in Produktion gehen.

Italienische Zigarren als Kulturgut

Italienische Zigarren unterscheiden sich aber nicht nur durch ihre Herstellungsart von anderen. Auch wird heutzutage zumeist reiner Kentucky- Tabak verwendet, der normalerweise eher als Pfeifentabak genutzt wird. Er wird in den USA oder Italien angebaut und über dem Feuer geröstet. So entstehen ein hoher Nikotingehalt und das kräftige Aroma. Auf das Umblatt innerhalb der Zigarren wird dagegen verzichtet. Auch die Handhabung ist speziell. So werden italienische Zigarren ursprünglich in der Mitte durchgebrochen oder durchgeschnitten und dann in zwei Teilen geraucht. Traditionell wurde die eine Hälfte einer Zigarre am Vormittag und die andere am Nachmittag geraucht. Italienische Zigarren gehören besonders in der Toscana zur Kultur. Ähnlich wie Grappa oder Espresso werden sie gerne täglich verzehrt. Das Aussehen dieser Zigarren ist recht rustikal, die Rauchdauer eher kurz. Zumeist werden sie relativ preisgünstig in 5er Schachteln geliefert. Liebhaber aromatisierter Zigarren können zwischen verschiedenen typisch italienischen Aromen wählen. So ist es eine Freude Grappa oder Anis Aroma herauszuschmecken und den sehr starken Geschmack zu genießen. Allgemein sind italienische Zigarren eher klein und bieten somit ein schnelles aber kräftiges Rauchvergnügen für zwischendurch.