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Pfeifen – Genuss auf eine gemütliche Art

Der Seebär, der morgens am Hafen im Schein der aufgehenden Sonne seine Pfeife genießt, die Hobbits des Auenlandes vor ihren Höhlen, die in den Werken von J. R. R. Tolkien gerne eine gute Pfeife nach einem ausgiebigen Essen genießen, oder auch Sherlock Holmes, dem beim Pfeife rauchen die besten Einfälle kommen: Pfeifen stehen für Genuss, Entspannung und bedächtiges Rauchen. Dabei sind sie immer auch ein bisschen old-fashioned, denn das Pfeiferauchen ist mittlerweile eher selten zu beobachten und von dem Zigaretten-, Zigarillo- oder Zigarrengenuss abgelöst worden. Doch dass dies nicht immer so war, zeigt ein kurzer Blick in die Geschichte des Tabakgenusses.

Die Tabakpfeife – der Vorfahr der heutigen Zigarren, Zigarillos und Zigaretten

Der Tabakgenuss mittels der Pfeife gehört zu einer der ältesten Arten, in der Tabak konsumiert werden kann. Dabei deuten die ältesten Tabakpfeifen-Funde darauf hin, dass bereits im 15. Jahrhundert vor Christus der Genuss von Tabakpfeifen bekannt war. Die Zeitgenossen von Christoph Kolumbus brachten dann 3000 Jahre später das Pfeiferauchen, das mittlerweile auf dem gesamten amerikanischen Kontinent verbreitet war, auch nach Europa. Seitdem schrieb der Genuss von Pfeifentabak eine Erfolgsgeschichte und war aus dem alltäglichen Straßengeschehen nicht mehr wegzudenken. Und auch die legendären Herrenzimmer des 20. Jahrhunderts, in denen sich die Männer nach dem Dinner zum Genuss von edlen Tropfen, Pfeifen oder Zigarren trafen, zeugen von dem Stellenwert, dem das Pfeiferauchen schon früh beigemessen wurde.

Qualität und hochwertige Verarbeitung für unbeschwerten Rauchgenuss

Tabak-Pfeifen können sowohl hand- als auch maschinengefertigt sein. Dabei sind maschinell gefertigte Pfeifen sehr günstig und können als Gäste-Pfeife gute Dienste leisten. Wer bei dem Rauchgenuss jedoch auf höhere Qualität achtet, der sollte zu einer per Hand gefertigten Pfeife greifen. Denn wenn bereits in der Verarbeitung viel Sorgfalt auf das gute Stück verwendet wurde, dann ist das quasi eine Garantie für den langlebigen und unbeschwerten Genuss von Pfeifentabak.

Die Materialien, aus denen Tabakpfeifen bestehen können, sind dabei vielfältig. Am häufigsten verbreitet sind die Holzpfeifen, die meist aus Bruyèreholz hergestellt werden. Diese Holzart ist den Heidekräutern zugehörig und entstammt dem sonnigen Mittelmeerraum. Vor allem die knollenartigen Wurzeln der Baumheide werden für die Herstellung von Tabakspfeifen verwendet, da diese sehr hitzebeständig sind. Somit beeinträchtigen sie das Aroma des Pfeifentabaks nicht und können auch der heißen Glut widerstehen. Ebenfalls verwendet werden mitunter Kunststoffe, die jedoch schnell den Geschmack des verwendeten Pfeifen-Tabaks annehmen und durch ihren günstigen Preis vor allem als Gastpfeifen verwendet werden. Pfeifenmundstücke hingegen sind häufig aus Acryl gefertigt und können lange verwendet werden.

Außergewöhnliche Pfeifen-Modelle

Edler als die Kunststoffpfeifen sind die aus Meerschaum gefertigten Tabakpfeifen. Diese hochwertigen Pfeifen sind zunächst geschmacksneutral, nehmen aber mit der Zeit das Aroma der gerauchten Tabake an. Somit sollte in Meerschaumpfeifen immer nur Pfeifentabak einer bestimmten Sorte genossen werden. Zu den ganz besonderen und exquisiten Pfeifenherstellungsmaterialien gehört eine spezifische Art des Flaschenkürbis‘. Die sogenannten Calabash-Pfeifen verfügen dabei über einen Meerschaumeinsatz im Inneren des Brandkopfes und sind aufgrund ihres knappen Vorkommens sehr selten zu erstehen. Ebenfalls kommen Pfeifen aus Glas und sogar Metall vor. Während erstere häufig beim Konsum von Cannabis zum Einsatz kommen, wurden im 17. Jahrhundert Pfeifen tatsächlich aus Eisenblech hergestellt. Ob Tabake aus diesen Konstruktionen jedoch schmecken, ist äußerst fraglich.