Streichhölzer zum stilvollen Anzünden von Zigarren

Viele Kenner schwören beim Anzünden ihrer Zigarre auf das Streichholz. Für einen echten Aficionado stellt sich oft gar nicht die Frage nach der einzig wahren Methode, seine geliebte Zigarre zum Glühen zu bringen: Zigarrenstreichhölzer sind für sie alternativlos. Die Tradition stammt noch aus Zeiten, in denen es nur Benzinfeuerzeuge und Kerzen als Alternative zum Streichholz gab. Wie man weiß, verbietet der Knigge das Anzünden von Zigaretten und Zigarren an der Kerze. Doch das ist nicht der einzige Grund. Sowohl die Flammen von Benzinfeuerzeugen als auch die von Kerzen sind nicht völlig geschmacksneutral. Nutzt man sie also zum Anzünden seiner Zigarre, kann sich dieser Geschmack auf die Zigarre übertragen und so deren Aroma verfälschen. Auch billige Gasfeuerzeuge geben unter Umständen Geschmacksstoffe ab, wenn sich das Material durch die heiße Flamme erhitzt. Zigarettenraucher kennen dieses Problem nicht, da sie die Zigarette nur sehr kurz in die Flamme halten müssen, um sie zum Glühen zu bringen. Eine Zigarre benötigt ein Vielfaches der Zeit, um richtig durchzuglühen und so ihr volles Aroma entfalten zu können.

Im Prinzip gibt es nur drei Möglichkeiten, eine Zigarre adäquat anzuzünden: Das Feuerzeug auf Butanbasis, Zedernholzspäne oder Streichhölzer für Zigarren.

Zigarren mit Streichhölzern richtig anzünden

Beim Anzünden einer Zigarre gilt es, einiges zu beachten, damit das gute Stück zum wahren Genuss wird. Sicher ist ein gewisser Showeffekt hier und da nicht zu leugnen, doch auch das Ritual des Anzündens trägt nicht unerheblich mit zum Raucherlebnis bei. Der erste Schritt, nachdem man sich für eine gute Zigarre entschieden hat und es sich entspannt bequem gemacht hat, ist die Wahl der richtigen Zigarrenstreichhölzer. Viele Zigarrenmarken bieten auch gleich das passende Zündmaterial an. Ausschlaggebend ist die Länge der Zündhölzer. Einfache, handelsübliche Streichhölzer verbrennen zu schnell. Spezielle Streichhölzer für Zigarren sind größer und brennen länger, so dass man seine Zigarre auch wirklich schön durchglühen lassen kann. Man sollte nach dem Entzünden des Streichholzes kurz warten, bevor man die Flamme an die Zigarre führt. Der Zündkopf besteht meist aus Schwefel oder Antimon(V)-sulfid und sollte verglüht sein, bevor man das Holz an die Zigarre führt.

Nun entzündet man das Ende der Zigarre langsam mit dem Zigarrenstreichholz. Zuvor wurde das Ende mit einem Zigarrencutter oder einer speziellen Zigarrenschere abgetrennt. Dabei sollte sie stetig gedreht werden, damit die Glut sich gleichmäßig verteilen kann. Erst jetzt führt man sie an den Mund. Mit einem weiteren Streichholz für Zigarren entzündet man die Glut nun erneut. Dies geschieht, während man am Mundstück zieht und die Zigarre dabei wieder stetig und langsam dreht. Ein kurzer Blich auf die Glut verrät, ob die Zigarre gleichmäßig abbrennt. Sollte dies nicht der Fall sein, hilft es, sanft auf die Glut zu blasen.

Abschließend bleibt nur noch eines zu tun: Sich zurücklehnen und genießen.