Mexikanische Zigarren – lange Tradition, die bis heute überdauert

Mexiko kann als eins der Ursprungsländer der Zigarre gesehen werden. Schon vor über 2000 Jahren wurden getrocknete Tabakblätter als eine Art Zigarre bei verschiedenen Ritualen der Ureinwohner geraucht. Auch wurden sie als Medizin bei diversen Krankheiten verwendet. Es war Hernán Cortés, der im 16. Jahrhundert schließlich die Schätze Mexikos über den Ozean nach Spanien brachte. Er stürzte in den Jahren 1519 bis 1521 mit Hilfe zahlreicher Verbündeter das Aztekenreich und ging als grausamer Eroberer in die Geschichte ein. Er machte aber auch die Vorläufer der heutigen Zigarre am Spanischen Hof bekannt. Von Spanien aus konnten die erlesenen Rauchwaren dann im Laufe der Zeit auch den Rest Europas erobern. Oftmals orientieren sich die Macher der mexikanischen Zigarren noch heute an den Werten von damals. Bester Tabak mit erlesener Qualität wird von verschiedenen Unternehmen bestmöglich verarbeitet.

Ausgewogener Geschmack nicht mehr nur als Puro

Mexiko war lange Zeit, ähnlich wie Kuba, auf die Herstellung von Puros spezialisiert. Grund war ein bis 1996 gültiges landesweites Gesetz, welches nur die Verarbeitung landeseigenen Tabaks erlaubte. Inzwischen enthalten auch mexikanische Zigarren oftmals eine Mischung verschiedener Tabake, doch bis heute sind Puros das Steckenpferd Mexikos. Charakteristisch für mexikanische Zigarren ist ihr vielfältiger und aromatischer Geschmack. Sie bieten eine ausgewogene Kombination aus würzigen und erdigen Elementen. Zudem lassen sie niemals eine süßliche Nuance vermissen. Die Zigarren bestechen durch ihren leichten Zug und den gleichmäßigen Abbrand. Das bekannteste Tabakanbaugebiet des Landes ist das San-Andrés Tuxtha Tal. Die Verarbeitung mexikanischer Zigarren ist stets hochwertig. Zu einem guten Preis werden die von erfahrenen Torcedores handgerollten Zigarren in die ganze Welt verkauft und haben zahlreiche Liebhaber.

Santa Clara Zigarren als Aushängeschild der Zigarren Mexikos

Eine sehr bekannte Zigarrenmarke Mexikos ist Santa Clara. Seit über fünf Generationen stellt Santa Clara im Familienbetrieb Zigarren her, doch noch viel weiter zurück liegt die Verbindung der Familie mit dem Tabakanbau. Die Leidenschaft für Tabak und Rauchwaren ist also untrennbar mit der Familiengeschichte verbunden. Aktueller Geschäftsführer ist Jorge Ortiz Alvarez. 1967 begann die Zigarrenproduktion mit nur zwei Mitarbeitern. Schnell wuchs das Geschäft und bereits 1975 wurde eine neue größere Manufaktur eröffnet. Leider wurde diese 1983 durch einen Brand vollständig zerstört, was aber Jorge Ortiz Alvarez nicht daran hinderte schon kurz danach mit der Produktion fortzufahren. Zigarren der Marke Santa Clara werden handgerollt und hochwertig verarbeitet. Für Zigarillo-Liebhaber sind auch diese im Sortiment vertreten. Mit Geschmacksrichtungen wie Kirsche, Vanille, Schokolade und Tropic bieten sie viel Abwechslung und alles, was das Raucherherz begehrt. Der Hauptsitz der Firma liegt derzeit inmitten des größten Tabakanbaugebietes Mexikos im Bundesstaat Veracruz. San Andrés Tuxtla gilt als Tabakhauptstadt des Landes. Die Region rund um San Andrés Tuxtla liegt direkt am Golf von Mexiko auf einer Höhe von etwa 300 Metern. Die Böden hier sind äußerst fruchtbar und werden durch viele natürliche Flüsse bewässert. In der Region befinden sich ein paar wenige Vulkane, die die Erde mit genau der richtigen Menge Kalium anreichern, wie es für das Gedeihen der Tabakpflanzen förderlich ist.